Vom 9. Jänner bis 16. Feber 2008:


SCHWESTER GEORGE MUSS STERBEN


Eine schwarze Komödie von FRANK MARCUS


täglich, außer Sonntag und Montag
Beginn: 20:15 Uhr



Mit:
Sissy Boran, Gabriele Gold, Kerstin Raunig, Sissy Scheickl

REGIE: ERICH M. WOLF
Bühnenbild: Siegbert Zivny

KOMÖDIE AM KAI
A-1010 Wien, Franz-Josefs-Kai 29
Telefon +43-1-5332434   Fax +43-1-5332434-76
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IMPRESSUM
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Frank Marcus nahm Mitte der sechziger Jahre mit seinem mehrfach preisgekröntem Theaterstück "Schwester George muss sterben" vorweg, was 40 Jahre später gängige TV-Praxis sein würde: den gnadenlosen Quoten-Tod von Serienhelden. 
Das Stück um eine alternde Schauspielerin, bei der nach sechs Jahren als Publikumsliebling gleichzeitig Karriere und Beziehung zerbrechen, rührt zudem noch an ein Tabu: "Schwester George" lebt privat mit einer Frau zusammen.
Die vielschichtige Beziehungsgeschichte dreht sich um die Schauspielerin June Buckridge, die seit sechs Jahren in einer Seifenoper im Fernsehen als Dorfkrankenschwester "George" alle englischen Tugenden verkörpert und so zum Idol des Fernsehpublikums wurde. 

Im Privatleben hingegen macht sie ihrer Lebensgefährtin Alice mit ihrer Herrschsucht, ihrer Grobheit, ihrer Eifersucht und mit ihrer Unberechenbarkeit das Leben schwer. 
Plötzlich aber sinkt die Einschaltquote, und für die Produzentin Mercy Croft steht fest: Schwester George muss sterben.
Eben noch beruflich und privat obenauf, wird June plötzlich nicht mehr gebraucht. Sie verliert nicht nur die Rolle ihres Lebens, auch ihre private Existenz beginnt mehr und mehr zu bröckeln. 

Die alternde June flüchtet immer häufiger in Alkoholexzesse und Gewalttätigkeit und fällt in eine tiefe Lebenskrise. Ihre Lebensgefährtin ist von der Schwäche der wirklichen June enttäuscht und wendet sich der Produzentin Mercy Croft zu... 

Willkommen       Spielplan       Stücke       Kartenverkauf       Lage       Kontakt       Pressewillkommen.htmlspielplan.htmlstuecke.htmlkartenverkauf.htmllage.htmlkontakt.htmlpresse.htmlshapeimage_10_link_0shapeimage_10_link_1shapeimage_10_link_2shapeimage_10_link_3shapeimage_10_link_4shapeimage_10_link_5shapeimage_10_link_6
Opfer im Kampf um die Quoten

von Lona Chernel, Wiener Zeitung vom 12. Jänner 2008

1965 war "Schwester George muss sterben" von Frank Marcus ein mehrfach preisgekrönter Sensationserfolg, denn es gab zwei brisante Themen: die gnadenlose Ausbeutung von Serienstars und die Probleme lesbischer Beziehungen.
Heute beschäftigen andere Dinge die Menschen weit mehr. Dennoch vermag die Komödie um eine alternde Schauspielerin, die vor sechs Jahren die "Rolle ihres Lebens" bekommen hat und nun aus der Fernsehsendung geschmissen werden soll, immer noch zu berühren und macht hellhörig für das Schicksal jener, die dem Kampf um die Quoten geopfert werden.

In Erich M. Wolfs Inszenierung in der Komödie am Kai macht Sissy Boran mit bewundernswertem Mut zu äußerster Reizlosigkeit sowie mit facettenreichem Spiel und vielen Zwischentönen die Tragödie der Hauptfigur glaubhaft. 
Kerstin Raunig und Gabriele Gold gestalten gekonnt jene zwei Frauen, die June privat und beruflich ins Unglück stürzen.
Sissy Scheickl verleiht der Wahrsagerin Xenia mit viel Charme und Komik ihre persönliche Note.
Ein gelungener und bewegender Abend, den Sie nicht versäumen sollten.

Komödie mit Tiefgang

Publikumsstimmen

An das Ladies-Dream-Team! 
Zur Premiere von “Sister George” sei HER MAJESTY kundgetan, dass am Kai außergewöhnliches Theater stattfand.
Basierend auf einer tollen Teamleistung erreichte die unprätentiöse, klar gezeichnete Darstellung der Hauptrolle durch Frau Sissy Boran, die Herzen der Zuseher - welche als erbaute Untertanen die schönen Wirkungen der Vorstellung mitnahmen. 
So muss die Kritik in der London Times eingeleitet werden... 
Dies meine ich, und zeichne mit den besten Zukunftswünschen 
Manfred Michalke (Regisseur)

Gratulation zu diesem hervorragendem Stück. Die “Schwester George” spielen Sie mit so viel Herz, dass es einfach berühren muss. 
Gratulation auch allen Ihren Damen: Gabriele Gold, Kerstin Raunig, Sissy Scheickl - jede einzelne in ihrer Rolle hervorragend! 
Ein Grund, Ihr Theater noch öfter zu besuchen. 
Waltraud und Ernst Mattes 

Ein tolles Stück, eine gefühlvolle, interessante und grandiose Aufführung. Vier unvergleichliche und einzigartige Frauen. Gratulation! 
Hannelore und Manfred Gauglitz
Frank Marcus geht es um die Vermischung von Sein und Schein und die Austauschbarkeit von Menschen in ihren Rollen. Alle Akteure führen ein Doppelleben. Und auch June muss erkennen, dass sie austauschbar ist, privat und beruflich. 

Marcus Hauptfigur lebt in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung, doch die sexuelle Orientierung der Frauen machte er nicht zum Thema. Allerdings mag sie zur Entstehungszeit, Mitte der 60er Jahre, provoziert haben. Sie machte aus seiner Komödie damals ein Skandalstück. Doch das Stück würde genauso gut mit heterosexuellen Beziehungen funktionieren. Auch das Geschlecht ist austauschbar. 

Das mehrfach preisgekrönte Theaterstück war die Vorlage zu Robert Aldrichs gleichnamigem Filmklassiker aus dem Jahr 1969.