Vom 16. Mai bis 6. September 2008:


SEITENSPRUNG MIT HINDERNISSEN


Eine Komödie von KIM CARNEY/GERHARD BRONNER
Deutschsprachige Erstaufführung!


täglich, außer Sonntag und Montag
Beginn: 20:15 Uhr


Mit:
Martina Ebm, Lydia Nassall, Jörg Reifmesser, Andreas Roder

REGIE: SISSY BORAN
Bühnenbild: Siegbert Zivny

KOMÖDIE AM KAI
A-1010 Wien, Franz-Josefs-Kai 29
Telefon +43-1-5332434   Fax +43-1-5332434-76
tickets@komoedieamkai.at
IMPRESSUM
mailto:tickets@komoedieamkai.atimpressum.htmlshapeimage_2_link_0shapeimage_2_link_1
Wir sind stolz die letzte Übersetzung und Bearbeitung von Gerhard Bronner als deutschsprachige Erstaufführung präsentieren zu können. 
Der Name Gerhard Bronner bürgt für Qualität und seine Texte und Kabaretts haben das Publikum schon seit Jahrzehnten zu Lachsalven hingerissen.
Mimi und Franz treffen sich in der Mittagspause zu einem Tête-à-Tête im Hotel. Angesichts der raffinierten Unterwäsche von Mimi verfliegt ihr schlechtes Gewissen gegenüber den Ehepartnern schnell. 
Während sie zur Sache kommen, werden sie von einem Dieb um Geld und Kleider gebracht. Dieser wird entdeckt, hat aber alle Karten gegen sie in der Hand. Im Zimmer gefangen, versuchen sie aus der misslichen Lage zu kommen.
Hotelpersonal, „hilfsfreudige“ Arbeitskollegen sowie der zurückkehrende Dieb und seine Frau treiben sie noch tiefer in diese verzwickte Situation. 
Als schließlich Franz’ Ehefrau im Hotelzimmer erscheint, ist der Skandal perfekt. 

Turbulentes Verwirrspiel 

von Lona Chernel, Wiener Zeitung vom 27. Mai 2008

(Ein Mann und eine Frau betreten ein Zimmer in einem Stundenhotel. Sie sind verheiratet, allerdings nicht miteinander. Und wild entschlossen zum Seitensprung. Doch dann kommen die Gewissensbisse. Und ein Dieb, der den Seitenspringern Geld, Wertgegenstände und Kleidung stiehlt.

"Seitensprung mit Hindernissen" ("Mittagspause") ist ein turbulentes, freches, frivoles, zärtliches und über weite Strecken urkomisches Verwirrspiel, geschrieben von der preisgekrönten amerikanischen Autorin Kim Carney. Gerhard Bronner entdeckte einst das Stück, übersetzte und bearbeitete es, wienerte es ein. 

Nun kam es in einer bezaubernden Inszenierung von Sissy Boran in der Komödie am Kai zur deutschsprachigen Erstaufführung. In einem stimmigen Bühnenbild von Siegbert Zivny tummelt sich ein reizvolles junges Schauspielerquartett. Das Hauptdarstellerpaar Martina Ebm und Andreas Roder jongliert virtuos mit einer Fülle von widersprüchlichen Gefühlen. Lydia Nassall und Jörg Reifmesser verkörpern mit Temperament und Witz alle übrigen Rollen. Ein pointenreicher Lachschlager mit Niveau.
Regisseurin mit leuchtenden Augen
Inszeniert wurde "Seitensprung mit Hindernissen" von Theaterchefin Sissy Boran. Mit leuchtenden Augen erzählt sie in der Pause, wieviel Spaß ihr die Arbeit diesmal wieder gemacht hat. Die jungen Schauspieler hätten besonders viel Eigeninitiative entwickelt. Das merkt man dem Stück auch an.
Eine angenehme Regisseurin kann Boran dennoch nicht sein. Wer bei einem schlichten Lustspiel so viel Wert auf Zwischentöne, Nuancen und Timing legt, wie das hier offensichtlich der Fall ist, muss sein Team quälen. Wenn dem so ist, hat es sich ausgezahlt. 

Stille Wasser
Martina Ebm verleiht ihrer Mimi Glaubwüdigkeit und Tiefe, wie man sie sich auf einer kleinen Bühne eigentlich nicht erwartet hätte. Scheu legt sie ihre Rolle zunächst an, aber auch sexy. Am Ende kämpft hier eine starke Frau selbstbewusst um Franz. Die Entwicklung ist in jedem Moment plausibel.
Im Schubert-Theater ist Ebm derzeit auch in der Rolle der Titelheldin von Henrik Ibsens "Nora oder ein Puppenheim" zu sehen. Man kennt sie zudem aus "Soko Donau" und "Wir sind Kaiser".
Der Ausbrecher
Andreas Roder spielt Franz mit genau jener Zurückhaltung, die seiner Rolle eingeschrieben ist. Das kann nur ein Bühnenroutinier. Nicht ein einziges Mal erlaubt er sich Schenkelklopfer-heischendes Over-acting. Jeder Gesichtsausdruck, jede Geste sitzt.
Unterdrückt von seiner Frau und deren Vater wagt Franz, zunächst zaghaft, dann laut und deutlich, den Ausbruch. Roder macht diese Wandlung für das Publikum körperlich spürbar. 

Willkommen       Spielplan       Stücke       Oh!Kai-Kabarett       Kartenverkauf       Lage       Kontakt       Pressewillkommen.htmlspielplan.htmlstuecke.htmlkartenverkauf.htmllage.htmlkontakt.htmlpresse.htmlshapeimage_15_link_0shapeimage_15_link_1shapeimage_15_link_2shapeimage_15_link_3shapeimage_15_link_4shapeimage_15_link_5shapeimage_15_link_6
Gefangen im Stundenhotel

Kritik von ORF.at vom 27. Mai 2008

Wiener Schmäh gepaart mit den genussvollen Irrungen einer amerikanischen Screwball-Comedy: In der Komödie am Kai hat dieser Tage ein von Gerhard Bronner adaptiertes Stück Premiere gefeiert.

Von Bronner nach Wien geholt
Geschrieben hat "Seitensprung mit Hindernissen" die amerikanische Erfolgsautorin Kim Carney. Der im Vorjahr verstorbene Kabarettist und Autor Gerhard Bronner übersetzte das Stück und adaptierte es, er holte es inhaltlich und pointensprachlich nach Wien. Seine Version ist nun erstmals auf einer Bühne zu sehen. 

Der Inhalt
Mimi und Franz zieren sich. Er ist eigentlich gar nicht so einer. Sie ist eigentlich gar nicht so eine. Und dennoch verbringen die beiden ihre Mittagspause in einem Stundenhotel, um dort ihre Ehepartner zu betrügen. Gewissensbisse machen ihnen zu schaffen, aber Mimis scharfe Unterwäsche ist stärker als Scham und Prüderie. Doch dann klaut ihnen ein dreister Dieb die Kleider. 
Der Rest sind knappe zwei Stunden Dauerfeuer auf die Lachmuskeln. Wie sollen die Verzweifelten nur aus dem Zimmer kommen, ohne Aufsehen zu erregen? Schließlich darf niemand vom frivolen Tete-a-tete erfahren. Eigentlich. Denn bald haben die beiden mehr Besuch, als ihnen lieb ist. http://wien.orf.at/stories/280687/shapeimage_16_link_0
Der Wirbelwind
Der Wirbelwind der Aufführung ist das Ausnahmetalent Jörg Reifmesser, er sorgt für die nötige Bewegung. Gleich drei Rollen musste er für "Seitensprung mit Hindernissen" einstudieren. Den Dieb gibt er mit solchen Düringer-Qualitäten als Vorstadtstrizzi, dass es im Publikum brodelt.
In der Rolle des schmierigen "Freundes" von Mimi, der ihr eigentlich aus der Patsche helfen sollte, lacht Reifmesser derartig gemein, schallend und schadenfroh - man kann nicht anders, als einzustimmen. Den Hoteldirektor legt Reifmesser seriös an. Man nimmt ihm auch das ab. 

Das Wiener Mädel
Lydia Nassall meistert ihre Episodenrollen ebenfalls mit Bravour, etwa die Geliebte des Diebes. Man kann es kaum glauben, wie treffsicher eine Deutsche ein Wiener Mädel spielen kann, als wäre sie einem Schnitzler-Stück entfleucht.
In der Rolle des Dienstmädchens gibt sie sich naiv, doch ein Blick auf ihr feines Minenspiel verrät, dass sie auch hier den Durchblick hat. Nassall übernimmt noch einen weiteren Part, über den sei hier nichts verraten, gehört er doch zur Schlusspointe.

Qualtinger und Wolfgang Bauer
Sissy Boran könnte zufrieden sein mit gelungenen Theaterabenden wie diesem (vom Publikum mit langanhaltendem Applaus bedankt), aber sie gibt sich nicht zufrieden. Neben dem modernen Lustspiel etabliert sie nach und nach eine zweite, ernstere Schiene in der Komödie am Kai.
Unlängst gab es einen Qualtinger-Abend mit Hanno Pöschl, den man fast schon legendär nennen könnte. Demnächst soll ein Wolfgang-Bauer-Abend folgen, ebenfalls mit Starbesetzung, über die Boran jedoch noch nichts verraten möchte.