Vom 30. Mai bis 20. Juni 2019:
Ein musikalisch-kabarettistischer Abend für Kenner und Genießer
Die wirklich komischen Dinge passieren stets mitten im alltäglichen Leben. Im Kaffeehaus, auf der Parkbank, am Donaukanal oder in der Oper: überall findet sich ein G’scheiter und ein Blöder und schon gibt’s eine Doppelconférence. Man lacht darüber und denkt sich insgeheim: So was Blödes!
Genau so alltäglich sind die Probleme, die sich um Beziehungen drehen. Ob Novak oder Nowotny - am besten lässt sich Liebeskummer mit Musik bewältigen. Und wie heißt es doch so schön: Wer zuletzt lacht, ...
Gönnen Sie sich eine Auszeit vom Ernst des Lebens - Lachen Sie wieder einmal herzlich und unbeschwert bei dieser Hommage an die Altmeister des Humors Cissy Kraner, Hugo Wiener, Karl Farkas, Ernst Waldbrunn und Maxi Böhm.
Gespielt, gesungen und mit Augenzwinkern serviert von:
Dagmar Truxa – Rudolf Pfister – Thomas Malik
Schaun‘ Sie sich das an!!!
SELTEN SO GELACHT!!!
mit Dagmar Truxa, Thomas Malik, Rudolf Pfister
Am Klavier: Christoph Huber/Felix Hornbachner
Produktion: Gregor Viilukas
Regie/Text/Programmgestaltung: Dagmar Truxa
Bühne: Martin Gesslbauer
Kostüme: Dagmar Truxa/Coco Schober
Maske: Coco Schober
Backstage: Franziska Steiner/Jovana Vuckovic















Selten so gelacht!!! mit ewig jungen Pointen alter Meister des Humors
Wenn Neffen mitnichten wie ein Pygmalion die Farbe wechseln...
„Aber der Nowak lässt sie nicht verkommen“, die bedauernswerte Dagmar Truxa, obwohl sie viel vorhätte: Mit einem Walfisch könnte sie sich vergessen, möchte Marihuana rauchen und nackert tanzen vor Negern und Chinesen. Als Hugo Wiener für seine Cissy Kraner den Text zu diesem Chanson geschrieben hat, gab es noch lange keine kleinliche Sprachpolizei, die empört „unkorrekt, unkorrekt!“ aufgeschrien hätte. Die Polizisten selber kommen ja auch nicht gerade gut weg. Selbstmord hat im Wiener Schmäh Hochkonjunktur, also muss er auch im Kabarett vorkommen und darf kräftig belacht werden. Das kann man nur bei uns, sich an derart morbiden Scherzen unterhalten. Dass es noch immer funktioniert, beweist Thomas Malik als Wachmann, der Dagmar Truxa nur deswegen vom Sprung über das Brückengeländer abhält, weil sie beide Schnupfen hätten, wenn er sie retten muss. Besser ist´s, sie hängt sich auf, das wäre für beide gesünder. Das sind eben Pointen, die das goldene Wienerherz erfreuen, auch dann, wenn sich Malik mit Rudolf Pfister um den besten Absprungplatz in den Tod kabelt.ERRORDass keiner von ihnen in die Donau hupft, ist wohl den Autoren dieses Sketches zu verdanken. Als solche zeichnen keine Geringeren als Karl Farkas, Ernst Waldbrunn und Maxi Böhm. Von diesen Dreien stammt auch die Idee zur Doppelconférence, die immer einen Blöden und einen G´scheiten braucht. Auf den ersten Blick ist Herr Schöberl (Pfister) der Dumme und sein wissendes Gegenüber ist Herr Berger (Malik). Aber man weiß, dass es am Ende nicht immer dabei bleibt und sich die Rollen sehr schnell vertauschen.
Gregor Viilukas hat für die Komödie am Kai diese Hommage an die Altmeister des Humors produziert und einen Abend mit dem Titel „Selten so gelacht!!!“ zusammengestellt. Dass es sich nicht um ein leeres Versprechen handelt, garantieren Dagmar Truxa als Soubrette mit unglaublichen 50 Jahren Bühnenerfahrung, ihr Gatte Rudolf Pfister und Thomas Malik, die sich gekonnt über die von Martin Gesslbauer sparsam aber effizient gestaltete Bühne blödeln.
Am Klavier sitzt entweder Felix Hornbacher oder Christoph Huber, die virtuos in jedem Sattel reiten, sei es bei der Begleitung des Songs vom Jammer einer Unscheinbarkeit oder der Bösartigkeit einer Frau, die ihren wenig opernbegeisterten Gatten kujoniert und dabei mutig im Arienfach trällert. Schön, dass man sie wieder einmal genießen kann, die ewig jungen Pointen von längst gewesenen Herrschaften, die halt ganz genau wussten, wie man die Menschen zum Lachen bringt.
Kultur & Wein, 31. Mai 2019
SELTEN SO GELACHT - Komödie am Kai
Die kleine Komödie am Kai hat mit ihrer neuen Produktion: Selten so gelacht, wieder einmal ins Schwarze getroffen.
Die Hommage an die Altmeister des Humors, Cissy Kraner, Hugo Wiener, Karl Farkas. Ernst ‚Waldbrunn und maxi Böhm, ist durch das tolle Zusammenspiel des gesamten Bühnenensembles vor und hinter der Bühne erstklassig gelungen.
Die aus den zahlreichen Doppelconferencen und Sketches ausgewählten Texte, dem Publikum exzellent nahe gebracht von Rudolf Pfister und Thomas Malik, vom Klugen und dem Blöden, verfehlten ihre Angriffe auf die Lachmuskeln nicht.
Die zeitlosen Lieder Cissy Kraners und Hugo Wieners von Dagmar Truxa, lobenswerterweise nicht als Kraner Kopie, sondern auf ihre eigene, charmante, humorvolle Art gesungen, kamen beim Publikum sehr gut an. Erwähnenswert ist auch die sicher musikalische Begleitung von Christoph Huber oder Felix Hornbachner, die zum untadeligen Gelingen der Aufführung beitrug.
Kurz, es war ein wunderbarer, unterhaltsamer, überaus heiterer Abend, der zeigte, wie man Problemen, wie zum. Beispiel Liebeskummer oder Frust, mit Humor und Musik Herr werden kann und an dem man unbeschwert und aus vollem Halse lachen konnte.
Ein Lob gebührt auch der geschmackvollen, sehr informativen Gestaltung des Programmheftes.
Man kann schon jetzt gespannt sein auf das nächste Stück, das ab 18. Juli auf dem Programm steht. Zwei wie Bonnie und Clyde, unter der Regie von der Seele des Theaters, Sissy Boran und Andrea Eckstein, verspricht eine rasante Gaunerkomödie zu werden.
Sichern sie sich rechtzeitig ihre Karten, sie könnten sonst etwas versäumen!
Vienna Journal, 9. Juni 2019
