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Wiederaufnahme aufgrund des großen Erfolges!

Vom 11. bis 28. Februar 2027

Österreichische Erstaufführung des neuen mitreißenden Komödienhits von René Heinersdorff

Skurrile Situationen und mit atemberaubendem Tempo prasselnde Pointen

sorgen für einen urkomischen Theaterabend!

FIT WIE EIN TURNSCHUH

mit Eva-Christina Binder, Victor Kautsch,

Robert Mohor & Wilhelm Prainsack

REGIE: SISSY BORAN & ANDREA ECKSTEIN

Bühnenbild: Martin Gesslbauer

Kostüme: Petra Teufelsbauer

Dienstags bis Samstags um 20 Uhr

sowie Sonntag, 14. & 28. Februar 2027 um 16 Uhr

Johannes ist ein Phänomen: 66 Jahre alt, topfit und kerngesund. Er joggt und rudert, trinkt keinen Alkohol und ernährt sich ausgewogen. Nicht um fit zu bleiben, sondern einfach, weil er sich so wohlfühlt. Er hat seinem Sohn die Firmengeschäfte übergeben und lebt im 5. Stock ohne Lift ein glückliches, gesundes Leben.

Eines Tages kommt sein Sohn Armin zu ihm heraufgekeucht und verkündet ihm die Katastrophe: Das Familienunternehmen ist pleite, es gibt kein Geld mehr. Armin präsentiert aber sofort eine „Lösung“: Er hat für Johannes Pflegestufe 6 beantragt, um Geld von der Pflegeversicherung zu erschwindeln. Und noch ehe Johannes widersprechen kann, steht die Gutachterin vor der Tür. Und damit beginnt ein turbulentes Spiel zwischen Wahrheit und Täuschung, Gesundheit und Bürokratie, Liebe und Verzweiflung. Plötzlich muss ein topfitter Mann beweisen, wie „pflegebedürftig“ er angeblich ist... Doch Johannes wäre nicht Johannes, wenn er diese Herausforderung nicht annehmen würde. Aber diesmal gerät selbst er an seine Grenzen...

PUBLIKUMSSTIMMEN


Wir waren gestern bei der Vorstellung... es war so was von GENIAL!!!!! Alle 4 Künstler waren in ihrer Rolle mehr als perfekt! Auch der Ausgang des Stücks war herrlich!!! Wir lachten noch daheim weiter... unbedingt sehenswert!!! (Margarete Ofner)


So erfrischend, fröhlich und unterhaltsam. Die beiden Direktorinnen Sissy Boran und Andrea Eckstein verstehen ihr Handwerk! (Prof. Gerti Senger)


Ein köstlicher Theaterabend. Unbedingt anschauen. Bravissimo (Gerhard Ernst)


Ein höchst sehenswerter Theaterabend! (Peter Horak)


Gut gemacht und sehr unterhaltsam, unbedingt ansehen! (Esther Kreis)


Schon lange nicht mehr so herzlich gelacht wie gestern bei der Premiere von "FIT WIE EIN TURNSCHUH" in der Komödie am Kai. Großartige, sehr überzeugende schauspielerische Leisungen, ich gratuliere dem gesamten Ensemble sehr herzlich zu diesem erfolgreichen Abend. (Maria Mazakarini)


Ich hab so viel gelacht, mein Zwerfell weh getan. Kurzatmig, spritzig!!! (Roberto Fenyvesi)


„Fit wie ein Turnschuh“ ist sehr unterhaltsam und die Besetzung war toll! Wer viel lachen will, sollte unbedingt in die Komödie am Kai kommen! (Irmgard T. Schäfer)


Einen sehr lustigen Abend in der Komödie am Kai verbracht. Das Stück „Fit wie ein Turnschuh“ ist echt zum Brüllen!!! (Gitti Siwatz)


Ein Abend, bei dem man aus dem Lachen nicht heraus kommt, toll!!! (Ingrid Merschl)


Ein wunderbares Stück mit viel Humor, Tiefgang und großartigen Schauspielern! (Susanne Kopica-Rickl)


Ein toller unterhaltsamer lustiger Abend mit super Besetzung!!! (Michaela Gotthardt)

Dieser rasante Lachschlager zeigt mit viel Situationskomik und scharfem Dialogwitz

die Absurditäten des Gesundheitssystems auf – herrlich übertrieben,

aber gefährlich nah an der Realität.

FIT WIE EIN TURNSCHUH

Mit FIT WIE EIN TURNSCHUH präsentiert die Komödie am Kai die österreichische Erstaufführung eines Stücks, das sich souverän in die Tradition der klassischen Boulevardkomödie stellt und diese zugleich klug aktualisiert. Rene Heinersdorffs Text folgt den vertrauten Mechanismen des Genres, entfaltet aber dank präziser Figurenzeichnung und feinem Gespür für Zwischentöne eine unerwartet menschliche Tiefe. Das hohe Tempo, das kaum Atempausen erlaubt, bleibt dabei stets organisch. Regisseurinnen Sissy Boran und Andrea Eckstein steuern die turbulente Handlung mit sicherer Hand und feinem Rhythmusgefühl. Sie verbinden Slapstick, pointierte Dialoge und Momente des Innehaltens zu einer vielschichtigen, detailbewussten Inszenierung.

Im Mittelpunkt steht Johannes, 66 Jahre alt, vital, diszipliniert und lebensfroh. Nach der Übergabe seiner Firma an den Sohn genießt er sein selbstbestimmtes Leben im fünften Stock ohne Lift, ein sprechendes Sinnbild seiner Energie. Als Sohn Armin plötzlich mit der Nachricht vom Bankrott des Familienbesitzes auftaucht, gerät die geordnete Welt ins Wanken. In seiner Verzweiflung ersinnt Armin eine groteske Rettungsstrategie. Er hat für den quicklebendigen Vater eine Pflegestufe beantragt, um finanzielle Unterstützung zu erschleichen. Kaum ist der Plan ausgesprochen, steht schon die Gutachterin vor der Tür und ein Lügenkarussell aus Täuschung, Bürokratie und moralischer Schieflage nimmt Fahrt auf.

Aus dieser aberwitzigen Ausgangssituation entwickelt sich ein raffiniert konstruiertes Spiel zwischen Wahrheit und Simulation, Pflichtgefühl und Gier. Die Komik entsteht nicht allein aus Situationswitz, sondern aus den feinen Brüchen der Figuren, aus ihrer Unsicherheit und Selbsttäuschung.

Zentraler Angelpunkt der Aufführung ist Eva-Christina Binder als Gutachterin Sylvia. Ihre Figur, eine Mischung aus Bürokratin, Therapeutin und Richterin verkörpert das System, das prüft, bewertet und normiert. Binder spielt mit chirurgischer Präzision und trockenem Humor, jeder Blick, jede Geste ist kalkuliert und doch nie mechanisch. Hinter der kontrollierten Fassade schimmert leise Menschlichkeit, ein Riss im scheinbar unfehlbaren System. So wird Sylvia zur Spiegelung der gesellschaftlichen Ambivalenzen zwischen Effizienz und Empathie.

Victor Kautsch gibt den Sohn Armin als Getriebenen, dessen Überforderung zunehmend sichtbar wird. Seine Darstellung ist körperlich intensiv, impulsiv und zugleich berührend verletzlich. In den Momenten, in denen die Farce ins Tragische kippt, zeigt Kautsch die Erschöpfung einer Generation, die ständig unter Druck steht, Erwartungen zu erfüllen.

Robert Mohor als rüstiger Rentner Johannes trägt die Inszenierung mit großer Souveränität. Er zeichnet die Figur mit feiner Ironie und menschlicher Wärme, als Mann, der seinen Körper diszipliniert, ohne seine Leichtigkeit zu verlieren. Mohor findet die Balance zwischen Energie und Verletzlichkeit, seine komödiantische Präzision und das perfekte Timing verleihen der Figur Charme und Glaubwürdigkeit. Besonders stark sind jene Szenen, in denen das Selbstbild des „fitten Mannes“ in einen Pflegefall verwandelt werden muss. Momente stiller Unsicherheit, die Mohor mit wohldosierter Zurückhaltung gestaltet.

Wilhelm Prainsack ergänzt das Ensemble als Nachbar Max, eine Figur zwischen neugieriger Anteilnahme und ungebetener Einmischung. Mit lebhafter Präsenz und pointiertem Sprachwitz bringt er Bewegung und Leichtigkeit ins Spiel, ohne zu ironisch zu wirken. Prainsack versteht das Genre, er überzeichnet nie, sondern hält stets die Balance zwischen Satire und Authentizität.

Das Bühnenbild von Martin Gesslbauer setzt auf klare und starre Strukturen.

Die Stärke dieser Inszenierung liegt in der Überhöhung des Alltäglichen. Das Lachen entsteht weniger aus Spott als aus Wiedererkennung, aus den kleinen menschlichen Fehlleistungen, mit denen die Figuren versuchen, Haltung zu bewahren. So verwandelt sich die Komödie in eine feinsinnige Studie über Kontrollverlust, Anpassung und die Absurditäten bürokratischer Logik.

FIT WIE EIN TURNSCHUH an der Komödie am Kai ist ein Abend voller Tempo, Timing und präziser Ensemblearbeit, eine Komödie mit Substanz, die ihre Leichtigkeit ernst nimmt und ihr Publikum mit einem warmen, federnden Nachhall entlässt.

Bis 24. Jänner 2026 ist das Stück noch in der Komödie am Kai zu sehen.

5 von 6 Sternen: ★★★★★


Michaela Springer, Musicalcocktail

„Fit wie ein Turnschuh“ in der Komödie am Kai:

„Best Ager“ zwischen Workout und Finanzdebakel

„Fit wie ein Turnschuh“ lautet der Titel von René Heinersdorffs Komödie, die 2022 in seinem Theater an der Kö in Düsseldorf uraufgeführt wurde und nun den Weg nach Wien als österreichische Erstaufführung an die Komödie am Kai gefunden hat. Heinersdorff, Jahrgang 1963, versteht sein Handwerk bestens, schließlich ist er nicht nur Autor von 20 Stücken, sondern leitet neben dem oben erwähnten, von ihm mitbegründeten Theater in Düsseldorf, drei weitere Spielstätten in Deutschland.

Sissy Boran und Andrea Eckstein haben nun „Fit wie ein Turnschuh“ für die Komödie am Kai eingerichtet, inszeniert und damit einen Glücksgriff getätigt. Das Stück präsentiert sich dabei vordergründig als Boulevardkomödie, überrascht aber mit witzigen Wendungen samt einem Anflug von Sozialkritik mit ironischem Beiklang gegenüber Bürokratie und Überregulierung unseres Gesundheitssystems.

Im Fokus der Handlung steht der – mehr als rüstige – Pensionist Johannes, der gesünder nicht sein könnte. Die Stufen zu seiner Wohnung im fünften Stock erklimmt er ohne Probleme, Sport und ausgewogene Ernährung gehören zum Alltag, kurz: Johannes ist fit wie ein Turnschuh. Ganz im Gegensatz zu seinem Sohn Armin, der die fünf Etagen ohne Lift konditionsmäßig kaum bewerkstelligen kann. Und so passiert es, dass Armin eines Tages in die Wohnung seines Vaters hineinplatzt, keuchend vor Sauerstoffmangel, um ihm eine Hiobsbotschaft zu überbringen: Er hat das elterliche Erbe verspekuliert, die Familie steht vor dem Ruin. Um aber doch noch zu Geld zu kommen, hätte Armin eine zündende Idee: Man könnte Unterstützung aus der Pflegeversicherung für den Vater beantragen, am besten noch in voller Höhe. Und so wird der vor Gesundheit strotzende Johannes urplötzlich zum „Pflegefall“, den er nun glaubhaft darstellen muss, zumal die Gutachterin der Versicherung unversehens vor der Tür steht…

Autor René Heinersdorff analysiert auf sehr humorvolle Art und Weise die Auswüchse eines auf Gewinn orientierten Gesundheitssystems, das für eine Versicherungsleistung klarerweise Belege benötigt. Im Stück lässt er die Prüferin Sylvia gleich einmal als Pflegerin bei Johannes einziehen, damit sie sich ein Bild von dessen Erkrankung machen kann. Eva-Christina Binder und Robert Mohor glänzen in ihren Rollen und lassen ihre Charaktere in einem Katz-und-Maus-Spiel aufeinander treffen. Versicherungsgutachterin Sylvia zeigt einerseits Anteilnahme am Schicksal des zu prüfenden Kunden, andererseits liegt es an ihr, jeglichen Anschein einer Täuschung ihres Arbeitgebers zu erkennen und hintanzuhalten. Eva-Christina Binder gelingt eine vielschichtige Verkörperung ihrer Figur, die sich kaum in die Karten schauen und dennoch nachsichtige Züge erkennen lässt. Robert Mohor spielt die „Wandlung“ des völlig überrumpelten Pensionisten Johannes mit großer komödiantischer Hingabe und ebensolchem Körpereinsatz – eben noch hat er im Fitnessraum trainiert, nun muss er den leidenden Patienten (ohne diesen der Lächerlichkeit preiszugeben) darstellen.

Victor Kautsch mimt den erfindungsreichen Sohn Armin, der sich verkalkuliert hat und nun das Donnerwetter seines Vaters ertragen muss, mit einer herrlich anzusehenden Mischung aus Hilflosigkeit und körperlichem K.o.-Zustand. Wilhelm Prainsack changiert als Max, Johannes’ Nachbar, großartig zwischen unbändiger Neugier und doch vorhandener Hilfsbereitschaft, wenn es gilt, seinem Freund unter die Arme zu greifen. Bühnenbildner Martin Gesslbauer hat ein schnörkellos eingerichtetes Wohnzimmer kreiert, Petra Teufelsbauer hat passende Kostüme beigesteuert.

Die sehr gelungene Inszenierung lädt auch ein, den Blick auf die vielleicht vielfach unterschätzte Generation der „Best Ager“ zu schärfen und eventuell neu auszurichten. In jedem Fall ist die neue Produktion der Komödie am Kai einen Besuch wert – große Empfehlung!


Anja Schmidt, Kultur-Schatulle